Bayerns Heilbäder sind ein Milliardenmotor für Wirtschaft und Regionen

OBERSTDORF (LKR. OBERALLGÄU) – Bayerns Heilbäder und Kurorte sind laut einer neuen Studie des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (dwif) ein zentraler Wirtschaftsfaktor im Freistaat.
Die Untersuchung wurde im Rahmen der Frühjahrstagung des Bayerischen Heilbäder-Verbands Bayerischer Heilbäder-Verband in Oberstdorf vorgestellt und zeigt eine jährliche wirtschaftliche Gesamtleistung von rund 5,6 Milliarden Euro. Die touristische Wertschöpfung liegt demnach bei knapp 2,9 Milliarden Euro und sichert rechnerisch über 86.000 Arbeitsplätze.

Der Gesundheitstourismus wirkt dabei als Querschnittsbranche: Gastgewerbe, Handel und Dienstleistungen profitieren gleichermaßen von den rund 80 Millionen Aufenthaltstagen in Bayerns Kurorten. Seit 2015 sind sowohl Umsatz als auch Wertschöpfung deutlich gestiegen.

Der Präsident des Verbands, Landrat Peter Berek, bewertet die Entwicklung als klaren Beleg für die wirtschaftliche Bedeutung der Heilbäder im ländlichen Raum. Auch steuerlich ergeben sich laut Studie jährlich rund 520 Millionen Euro.
Neben der wirtschaftlichen Bedeutung rückt der Verband stärker die Rolle der Prävention in den Fokus. Diese solle künftig gesundheitspolitisch mehr Gewicht erhalten, auch zur Entlastung des Gesundheitssystems.
Mit Blick auf die kommenden Jahre setzen die Kurorte auf Themen wie Prävention, Resilienz und moderne Gesundheitskonzepte. Oberstdorf gilt dabei mit der neuen Therme als Beispiel für größere Investitionen in den Gesundheitstourismus.

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