BlockpraktikumPLUS bringt Medizinstudierende in den Landkreis

OBERTHULBA, LKR. BAD KISSINGEN – Neun Medizinstudentinnen und -studenten absolvieren derzeit ihr vorgezogenes Blockpraktikum in akademischen Lehrpraxen im Landkreis Bad Kissingen. Das von der GesundheitsregionPLUS des Landkreises in Kooperation mit dem Institut für Allgemeinmedizin der Universität Würzburg organisierte Programm soll den angehenden Ärztinnen und Ärzten Einblicke in den Hausarztalltag und das Leben in der Region geben.
Für zwei Wochen lernen die Studierenden verschiedene Bereiche der hausärztlichen Versorgung kennen und werden dabei individuell betreut. Ergänzend stehen gemeinsame Freizeitaktivitäten wie Wanderungen durch die Rhön oder ein Kochkurs auf dem Programm.

Das BlockpraktikumPLUS soll zugleich dazu beitragen, junge Medizinerinnen und Mediziner für eine spätere Tätigkeit im ländlichen Raum zu gewinnen. Angesichts der zunehmenden Schließung von Hausarztpraxen im ländlichen Raum ist die Nachwuchsgewinnung für die Region von besonderer Bedeutung.

Bei der Begrüßung in der Hausarztpraxis von Dr. Joachim Hepp in Oberthulba zeigte sich der stellvertretende Landrat Matthias Klement erfreut über das Interesse: In diesem Jahr seien 17 Bewerbungen für neun Praktikumsplätze eingegangen. Zudem konnten vier weitere akademische Lehrpraxen gewonnen werden. Damit stehen für das Blockpraktikum inzwischen bis zu 16 Arztpraxen im Landkreis zur Verfügung.
Auch die Rückmeldungen der Studierenden und Lehrarztpraxen fallen laut Johanna Waibl, Organisatorin des Praktikums, durchweg positiv aus. Die Lehrpraxen ermöglichten eine intensive Betreuung und viel Raum für individuelle Anleitung und Fragen. Ein weiterer Vorteil sei, dass in den teilnehmenden Praxen jeweils nur ein Praktikant oder eine Praktikantin eingesetzt werde.
Zusätzlich können die Studierenden an einem Praxiskurs zur Sonografie sowie an weiteren medizinischen Fortbildungen teilnehmen. Dazu gehört unter anderem eine Schulung zum Thema „Blutwerte in der Allgemeinarztpraxis“.

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