Manipuliertes E-Moped sichergestellt: Über 70 km/h statt erlaubter 45 km/h
HAMMELBURG – Eine Streife der Hammelburger Polizei hat am Donnerstagabend auf der Staatsstraße 2294 ein Elektrokleinkraftrad aus dem Verkehr gezogen, das durch massive Geschwindigkeitsüberschreitungen aufgefallen war. Das Fahrzeug wurde zur technischen Überprüfung beschlagnahmt.
Gegen 21:20 Uhr bemerkten die Beamten das E-Moped, das augenscheinlich deutlich zu schnell unterwegs war. Eine Nachfahrt mit dem Streifenwagen bestätigte den Verdacht: Das Fahrzeug erreichte eine Geschwindigkeit von über 70 km/h, obwohl für diese Fahrzeugklasse lediglich 45 km/h zulässig sind. Bei der anschließenden Kontrolle des 27-jährigen Fahrers entdeckten die Polizisten eine raffinierte Manipulation. Durch eine spezielle Kombination am Bremshebel ließ sich die Geschwindigkeitsbegrenzung des Fahrzeugs elektronisch aufheben.
Beschlagnahme nach Widerstand des Halters
Da eine genaue Geschwindigkeitsmessung und technische Prüfung erforderlich war, sollte das E-Fahrzeug sichergestellt werden. Weil der ebenfalls 27-jährige Fahrzeughalter hiermit nicht einverstanden war, ordneten die Beamten die förmliche Beschlagnahme des Mopeds an.
Rechtliche Konsequenzen für Fahrer und Halter
Die Manipulation hat für beide Männer weitreichende rechtliche Folgen. Da für die erreichte Geschwindigkeit eine andere Fahrerlaubnisklasse erforderlich gewesen wäre, müssen sich sowohl der Fahrer als auch der Halter wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten. Zudem werden Verstöße nach dem Pflichtversicherungsgesetz sowie der Abgabenordnung geprüft, da durch die Leistungssteigerung der Versicherungsschutz erloschen ist und steuerrechtliche Bestimmungen berührt werden.
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