Rosen selbst vermehren – Workshop für Gartenfreunde in den Haßbergen
UNTERPREPPACH, LKR. HAẞBERGE – Der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Haßberge veranstaltete am Samstag in Unterpreppach einen ausgebuchten Workshop zur Rosenvermehrung. 18 interessierte Teilnehmer lernten von den Gartenexpertinnen Claudia Kühnel und Anja Sperber, wie man Rosen veredelt. Ziel war es, die Frage zu beantworten, wie man die eigene Lieblingsrose vermehren kann.
Theorie und Praxis
Am Vormittag vermittelte Gartenbauingenieurin und Baumschulerin Claudia Kühnel im Café Waldeck theoretische Kenntnisse über die Herkunft, die verschiedenen Rosenarten und empfehlenswerte Sorten. Auch Themen wie der fachgerechte Schnitt und die richtige Düngung wurden behandelt.
Am Nachmittag lud Anja Sperber von der Gärtnerei Schmitt die Teilnehmer zum praktischen Teil in ihre Gärtnerei ein. Dort stand die Veredelung der Wunschsorte im Fokus. Nach Schnittübungen an Wildrosentrieben lernten die Teilnehmer die Technik des Okulierens. Dabei wurde ein Triebstück mit einem Auge der gewünschten Rosensorte in einen T-förmigen Schnitt im Wurzelhals einer Hundsrose (Rosa canina) eingebracht und zum Schutz mit einem Kunststoffband umwickelt.
Jeder Teilnehmer durfte seine selbst veredelte Rose mit nach Hause nehmen. Jetzt ist Geduld gefragt, denn die Rose muss an einem geschützten Ort überwintern. Im Frühjahr wird sich zeigen, ob die Veredelung erfolgreich war. Wenn das Auge der Wunschsorte austreibt, werden die Triebe der Wildsorte entfernt, damit sich die neue Rose entwickeln kann.

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